Münzen-Set
Münzen-Set Diobol Alexander der Große Kappadokien Parther Denar Constantin der Grosse Sassaniden Follis Speyer Münchner Münzen Kreuzzug Venezianischer Soldino Groschen Heilige Maria Schilling Braunschweig

Numismatischer Zeitstrahl: 2500 Jahre Geldgeschichte

Artikelnummer: 199370/01

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Artikelbeschreibung
Details

Münzen erzählen von großen Kulturen, sie machen Geschichte lebendig und sie sind von bleibendem Wert. Seit Jahrhunderten werden Münzen gesammelt, z. B. von Goethe, Hauptmann und Caruso. Münzen sind ein Spiegel ihrer Zeit – sie übermittelten Botschaften an das Volk: Ein neuer Herrscher, ein großer Sieg oder ein Regierungsjubiläum. Begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch zweieinhalb Jahrtausende Münzgeschichte.

 

1. Münze: Silberner Diobol

Die antike Stadt Milet ist eine der ältesten Münzprägestätten der Welt und war zudem einer der bedeutendsten Umschlaghäfen im  Mittelmeerraum. Der Tauschhandel war im 7. Jh. v. Chr. nicht mehr praktikabel und es wurde nach einem allgemein akzeptierten Tauschmittel gesucht. Edelmetalle fanden im gesamten Mittelmeerraum Akzeptanz und so ging von Milet, zusammen mit Ephesos und Sardes, die früheste Münzprägung der Menschheit aus. Während die ältesten Münzen Milets aus Elektron hergestellt wurden, bestehen die ab dem späten 6. Jh. v. Chr. geprägten Münzen mit dem Löwen auf der Vorder- und einem Blütenornament auf der Rückseite aus hochwertigem Silber.

2. Münze: Alexander der Große

Alexander der Große regierte das Königreich Makedonien von 336 v. Chr. bis zu seinem Tod im Jahre 323 v. Chr. Durch den so genannten Alexanderzug vergrößerte Alexander der Große das Königreich der Makedonen um ein Vielfaches – seine Grenzen reichten bis zum heutigen Indien.
In Ägypten ließ sich Alexander als Pharao verehren. Die Münzen Alexanders waren zu jener Zeit das bekannteste Zahlungsmittel der Welt. Sie zeigen auf der Vorderseite den Kopf des Herakles mit Löwenskalp. Auf der Rückseite ist der griechische Göttervater Zeus zu sehen.

3. Münze: Kappadokien

Nicht nur in Italien prägten die Römer vor knapp 2000 Jahren Münzen. Auch in den Provinzen, beispielsweise in der heutigen Türkei, wurden im 3. Jahrhundert nach Christus Silbermünzen mit griechischer Umschrift, so genannte Drachmen, geschlagen. Diese tragen auf der Vorderseite das Portrait des Kaisers und auf der Rückseite den heiligen Berg der Region Kappadokien, den die Römer „Argaios“ nannten.

4. Münze: Parther - die Gegner Roms

Von etwa 100 vor bis 200 n. Chr. waren die Parther die vorherrschende Macht in Persien und Mesopotamien. Ihre Wurzeln liegen, genau wie ihr Ende, im heutigen Iran.
Die silbernen Drachmen der Parther zeigen das kunstvoll gearbeitete Portrait des Großkönigs auf der Vorderseite und einen Bogenschützen sowie die Nennung des Königstitels auf der Rückseite.

5. Münze: Römischer Denar

Vom dritten Jahrhundert vor Christus bis in das dritte Jahrhundert nach Christus war der Denar die wichtigste Münze der Römer. Es ist nicht einfach, antike mit modernen Nominalen zu vergleichen. Aber man geht davon aus, dass der Denar im ersten Jahrhundert nach Christus eine Kaufkraft von 15 bis 25 Euro besaß. Die Denare tragen auf der Vorderseite das Portrait des Kaisers oder seiner Ehefrau. Auf der Rückseite sind verschiedene Gottheiten erkennbar, in seltenen Fällen auch Tiere und Gebäude.

6. Münze: Constantin der Große

Irgendwann zwischen den Jahren 270 und 288 wurde eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Weltgeschichte im serbischen Nis geboren – Constantin I., auch „der Große“ genannt. Von 306 bis zu seinem Tod am 22. Mai 337 nach Christus war er römischer Kaiser, ab dem Jahr 324 sogar als Alleinherrscher. Während seiner Regierungszeit ließ Constantin gewaltige Mengen an Münzen prägen, hauptsächlich so genannte „Follis“ (lat. Beutel; Mehrzahl Folles) aus Bronze.
Die Vorderseite zeigt ihn oder ein Mitglied des Kaiserhauses. Auf der Rückseite wurden Regierungsjubiläen gefeiert, oder gewaltige Festungsbauten dargestellt.

7. Münze: Sassaniden

Das Reich der Sassaniden (224/226 bis 642/651 n. Chr.) gehörte zu den persischen Großreichen der Antike. Das Neupersische Reich, wie das Reich der Sassaniden auch genannt wird, war über Jahrhunderte hinweg der größte Gegner des Römischen Reiches sowie des Reiches von Byzanz. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Sassaniden Münzen in großer Zahl prägten. Silberne Drachmen und Halbdrachmen zeigen das Bildnis des Herrschers mit seiner jeweils eigens für ihn angefertigten Krone auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ist ein Feueraltar zwischen zwei Dienern zu sehen.

8. Münze: Follis

Die Teilung des Römischen Reiches in einen östlichen und einen westlichen Teil im Jahr 395 nach Christus war zugleich die Geburtsstunde des Reiches von Byzanz. Die Haupststadt „Ostroms“ war Konstantinopel, das heutige Istanbul. Von hier aus wurde über 1000 Jahre lang Weltgeschichte geschrieben, bis die Stadt im Jahr 1453 von den Osmanen erobert wurde. Byzantinische Münzen zirkulierten über Jahrhunderte im gesamten Mittelmeerraum, da sie von den meisten Handelspartnern problemlos akzeptiert wurden. Byzantinische Folles sind in guter Erhaltung schwer zu finden. Nur selten kann man die Buchstaben auf der Rückseite, die den Wert der Münze preisgeben, erkennen. Das große „M“ (griech. My) steht für 40, das „K“ (griech. Kappa) für 20.

9. Münze: Speyer

Bereits in den Jahren vor Christi Geburt hatte das Gebiet der späteren Stadt Speyer große Bedeutung – die Römer gründeten hier ein Militärlager. Von der Gründung bis zur Verleihung des Münzrechts vergingen beinahe 1000 Jahre. Zu den ältesten Prägungen der Münzstätte Speyer gehören silberne Pfennige, die auf der Vorderseite ein Kirchengebäude zeigen, das durch ein Kreuz kenntlich gemacht ist. Auf der Rückseite ein gleicharmiges Kreuz mit je einer Kugel in den Winkeln zu sehen.

10. Münze: Münchner Münzen

Seit der Mitte des 12. Jh. wurden in München Münzen geprägt. Damit ist sie zwar über 300 Jahre jünger als die erste Münzstätte Regensburg, dennoch wurde München im Jahr 1506 zur Hauptmünzstätte Bayerns ernannt. Zu den ersten Prägungen zählen silberne Pfennige aus der Zeit um 1185, die auf der Vorderseite einen schreitenden Löwen und auf der Rückseite eine Herrscherfigur mit Lilienzepter und Fahne zeigen. 

11. Münze: Kreuzzug

Leo I. und Hetoum I. waren die ersten Könige von Armenien. Sie regierten von 1187 bis 1219 bzw. von 1226 bis 1270. Während des Dritten Kreuzzuges unterstützen sie Friedrich Barbarossa auf dessen Durchreise in das Heilige Land. Barbarossa und sein Sohn Heinrich VI. dankten dies mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Die Könige Armeniens ließen große Mengen an Silbermünzen prägen, die unter anderem als Sold für die Teilnehmer des Kreuzzuges ausgegeben wurden. Daher sind die so genannten „Tram“ weit verbreitet und bis heute in größerer Stückzahl sowie bester Erhaltung verfügbar.

12. Münze: Venezianischer Soldino

Die italienische Stadt Venedig war im Mittelalter eine der führenden Handelsmächte im Mittelmeerraum und entwickelte sich zum größten Finanzzentrum des Mittelalters.
Zudem entwickelte sich die Lagunenstadt zum größten Finanzzentrum des Mittelalters. Die Münzen Venedigs zeigen auf der Vorderseite den regierenden Dogen und auf der Rückseite das Wappentier der Stadt, den geflügelten Löwen. Der so genannte Markuslöwe (nach dem Evangelisten Markus) ist an vielen Stellen der Stadt in Stein geschlagen oder auf den Flaggen venezianischer Familien zu sehen.

13. Münze: Groschen

Der Meißner Groschen zählt zu den bekanntesten Silbermünzen des europäischen Mittelalters. Er wurde im 14. und 15. Jahrhundert in großer Stückzahl geprägt und bis weit über die Stadtgrenzen hinaus gehandelt. Friedrich verfügte über große Silbervorkommen im Erzgebirge. In den gut 130 Jahren von 1353 bis 1485 wurden in Freiberg 70,5 Tonnen Feinsilber verarbeitet. Im Vergleich dazu steht das Gewicht des Groschens mit ca. 2,5 Gramm. Die Vorderseite zeigt den nach links steigenden Meißner Löwen mit einfachem Schweif und der lateinischen Umschrift GROSSUS MARCHIONIS MISNENSIS (Groschen der Mark Meißen). Auf der Rückseite ist das Lilienkreuz mit Vierpaß sowie der lateinischen Titel des jeweiligen Münzherrn zu sehen.

14. Münze: Die heilige Maria

Maria, die Mutter Jesu Christi, wird bereits seit der Spätantike verehrt. Ihre Bedeutung als Schutzheilige ist so groß, dass sie auf Münzen der frühen Neuzeit abgebildet wird. Zumeist sitzend, selten stehend, hält sie das Jesuskind im Arm. Eine besonders frühe Variante dieser oft als Glücksbringer verwendeten Silbermünzen sind ungarische Silberdenare, die in der Mitte des 16. Jh.  geprägt wurden. Während die Mutter Gottes die Vorderseite ziert, ist auf der Rückseite das gevierte ungarische Wappen als Herzschild mit dem österreichischen Wappen in der Mitte als Bindenschild zu sehen.

15. Münze: Schilling

In den Jahren 1618 bis 1648 tobte in Europa der Dreißigjährige Krieg. Ausgelöst durch den Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 und beendet mit dem Westfälischen Frieden zwischen dem 15. Mai und 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück. Am 6. Juli 1630 mischte sich der Schwedische König Gustav Adolf in diesen Konflikt ein. Nach einer schweren Verwundung in der Schlacht bei Rain am Lech starb Gustav Adolf am 30. April 1632 in Ingolstadt. Seine zweite Tochter Kristina von Schweden setzte den Krieg als Königin von Schweden (1632 – 1654) fort. Zu ihrem Herrschaftsbereich gehörte seit 1621 auch Riga, dort ließ sie Kleingeld für den täglichen Münzumlauf, so genannte Schillinge aus Kupfer mit einer dünnen Silberschicht prägen.

16. Münze: Braunschweig

Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel erhielt nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1780 den Titel „Herzog von Braunschweig und Lüneburg“. Dies ist auch auf der Umschrift seiner Münzen zu lesen: CAROLVS GVLL (für Wilhelm) FERD DG (von Gottes Gnaden) DVX (Herzog) BR ET (und) L. Die über 200 Jahre alten Pfennige unterstreichen die Bedeutung der Pferde, in der damaligen Zeit unverzichtbare Tiere. Nicht zuletzt deshalb ist das Pferd ein zentrales Motiv der Münzen.

 

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